Die App bietet für eine Venus E 3.0 (Firmware-Code VNSE3-0) das Control-Update auf V150 an, meldet Erfolg, und die Version bleibt V148.116.115. Dieselbe Version wird danach wieder angeboten. Das ist kein Anzeigefehler der App. Die Steuerung auf V148 bekommt das HTTP-Update über Ethernet nicht zu Ende, und V150 ist genau die Version, die diesen Weg reparieren soll.
Die Versionsanzeige hat drei Teile: Steuerung (EMS), Kommunikationsmodul und BMS. V148.116.115 heißt EMS 148, Kommunikationsmodul 116, BMS 115. Das verteilt angebotene Bündel V150.119.115 wäre EMS 150, Kommunikationsmodul 119 und BMS 115. Das Paket, das die Cloud für die Steuerung ausliefert, enthält nur die Control-Firmware 150. BMS und Kommunikationsmodul sind darin leer.
Im Changelog von Control v150 vom 6. August 2026 stehen fünf Punkte: die Local API über Ethernet sendet wieder zuverlässig, das HTTP-Update im Ethernet-Modus schlägt nicht mehr fehl, Peak Shaving kommt dazu, zu lange HTTP-Daten gehen nicht mehr verloren, und der Zähler wird über CT_TYPE angebunden. Quelle ist die Firmware-Einreichung VNSE3-0 Control v150.
Zwei weitere Ursachen tragen zum Problem bei. Die Venus nimmt auf Modbus-TCP nur eine Verbindung an. Ein Plugin in Home Assistant nutzt genau dieses Modbus-TCP, deshalb bleibt der Port belegt, solange das Plugin verbunden ist. Außerdem bestätigt die Cloud der App den Erfolg, auch wenn auf dem Gerät noch die alte Steuerung liegt. Im Photovoltaikforum ist der Ausweg beschrieben: dem Speicher im Router das Internet nehmen und das Update mit dem Telefon über Bluetooth anstoßen. Nur die WLAN-Client-Isolation abzuschalten reicht dort nicht.
Ein BMS-Paket war nicht dabei. Die FAQ sagt zusätzlich: während eines BMS-Updates die RS485-Verbindung trennen. Wer nur die Steuerung aktualisiert, lässt die Akkuleitung in Ruhe.
Zwei Hinweise aus dem Umfeld, die an diesem Gerät nicht nachgestellt wurden. In Forenberichten verlieren manche Speicher nach dem Sprung von 148 auf 150 den Zähler, bis man ihn neu anmeldet. Und in Control v150 einer Venus D setzt ein Watchdog den Netzwerkchip zurück, wenn der Cloud-Upload der Telemetrie nicht abfließt: etwa alle 30 Minuten bei Ethernet, etwa alle 15 Minuten bei WLAN. Ob dieselbe Schleife in der Venus-E-Version steckt, ist hier offen. Kurze Modbus-Aussetzer nach dem Update wären damit erklärbar. Das Forum empfiehlt nach einem Update außerdem einen vollen Entlade- und Ladezyklus zur BMS-Kalibrierung. Den habe ich nicht gemacht.
Reagiert der Speicher nach einem fehlgeschlagenen Update nicht mehr, LEDs aus und nur der Lüfter läuft, reicht ein langer Tastendruck nicht. Netzstecker ziehen, mindestens zehn Minuten warten, dann wieder einschalten.