PermaLink Marstek Venus E: das Update auf V150 scheitert über Ethernet10/02/2026

Die App bietet für eine Venus E 3.0 (Firmware-Code VNSE3-0) das Control-Update auf V150 an, meldet Erfolg, und die Version bleibt V148.116.115. Dieselbe Version wird danach wieder angeboten. Das ist kein Anzeigefehler der App. Die Steuerung auf V148 bekommt das HTTP-Update über Ethernet nicht zu Ende, und V150 ist genau die Version, die diesen Weg reparieren soll.

Die Versionsanzeige hat drei Teile: Steuerung (EMS), Kommunikationsmodul und BMS. V148.116.115 heißt EMS 148, Kommunikationsmodul 116, BMS 115. Das verteilt angebotene Bündel V150.119.115 wäre EMS 150, Kommunikationsmodul 119 und BMS 115. Das Paket, das die Cloud für die Steuerung ausliefert, enthält nur die Control-Firmware 150. BMS und Kommunikationsmodul sind darin leer.

Was Control v150 ändert

Im Changelog von Control v150 vom 6. August 2026 stehen fünf Punkte: die Local API über Ethernet sendet wieder zuverlässig, das HTTP-Update im Ethernet-Modus schlägt nicht mehr fehl, Peak Shaving kommt dazu, zu lange HTTP-Daten gehen nicht mehr verloren, und der Zähler wird über CT_TYPE angebunden. Quelle ist die Firmware-Einreichung VNSE3-0 Control v150.

Zwei weitere Ursachen

Zwei weitere Ursachen tragen zum Problem bei. Die Venus nimmt auf Modbus-TCP nur eine Verbindung an. Ein Plugin in Home Assistant nutzt genau dieses Modbus-TCP, deshalb bleibt der Port belegt, solange das Plugin verbunden ist. Außerdem bestätigt die Cloud der App den Erfolg, auch wenn auf dem Gerät noch die alte Steuerung liegt. Im Photovoltaikforum ist der Ausweg beschrieben: dem Speicher im Router das Internet nehmen und das Update mit dem Telefon über Bluetooth anstoßen. Nur die WLAN-Client-Isolation abzuschalten reicht dort nicht.

So ist das Update hier durchgelaufen

  1. Das Home-Assistant-Plugin anhalten, das Modbus-TCP zur Venus nutzt. Der TCP-Port wird frei.
  2. In der Firewall nur den Weg dieses Geräts ins Internet sperren. Das lokale Netz, inklusive Modbus, bleibt offen. Eine Komplettsperre des Clients würde auch das Hausnetz kappen. Hängt der Speicher gleichzeitig an Ethernet und WLAN, gelten beide Schnittstellen. Sonst bleibt der Cloud-Weg über WLAN offen. Die WLAN-Isolation zwischen Clients blieb hier unverändert; der Speicher wurde über Bluetooth aktualisiert, nicht über WLAN.
  3. Das Telefon neben das Gerät legen, die App im Vordergrund lassen und das Update über Bluetooth starten. Die App sollte mindestens 1.6.2 sein. Bei 100 Prozent drei bis fünf Minuten warten, die App offen lassen. Das steht so in der Marstek-FAQ zur Venus-Serie. Bietet die App keinen Update-Knopf, das Gerät in der App entfernen und das Update im Einrichtungsdialog starten. Vor dem Start die angezeigte Alt- und Neu-Version fotografieren, einschließlich BMS. Diesen Stand zeigt die App nur in diesem Dialog.
  4. Danach die Version lesen. Hier steht jetzt V150.116.115: EMS 150, Kommunikationsmodul weiter 116 mit dem Build 202512040647, BMS weiter 115. Die Steuerung ist die neue. Das Kommunikationsmodul 119 aus dem genannten Bündel kam mit diesem Paket nicht mit.
  5. Die Internet-Sperre wieder aufheben und das Home-Assistant-Plugin wieder starten. Der bisherige Betriebsmodus blieb unverändert. Die neue Spitzenlastkappung (in der App unter den Modi bei der Ausgabebeschränkung) wurde nicht eingeschaltet.

Ein BMS-Paket war nicht dabei. Die FAQ sagt zusätzlich: während eines BMS-Updates die RS485-Verbindung trennen. Wer nur die Steuerung aktualisiert, lässt die Akkuleitung in Ruhe.

Hinweise aus dem Umfeld

Zwei Hinweise aus dem Umfeld, die an diesem Gerät nicht nachgestellt wurden. In Forenberichten verlieren manche Speicher nach dem Sprung von 148 auf 150 den Zähler, bis man ihn neu anmeldet. Und in Control v150 einer Venus D setzt ein Watchdog den Netzwerkchip zurück, wenn der Cloud-Upload der Telemetrie nicht abfließt: etwa alle 30 Minuten bei Ethernet, etwa alle 15 Minuten bei WLAN. Ob dieselbe Schleife in der Venus-E-Version steckt, ist hier offen. Kurze Modbus-Aussetzer nach dem Update wären damit erklärbar. Das Forum empfiehlt nach einem Update außerdem einen vollen Entlade- und Ladezyklus zur BMS-Kalibrierung. Den habe ich nicht gemacht.

Wenn der Speicher danach nicht reagiert

Reagiert der Speicher nach einem fehlgeschlagenen Update nicht mehr, LEDs aus und nur der Lüfter läuft, reicht ein langer Tastendruck nicht. Netzstecker ziehen, mindestens zehn Minuten warten, dann wieder einschalten.

Quellen


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